Mein letzter Eintrag ist jetzt genau ein Jahr her.
Er klingt ziemlich depressiv und zu dem Zeitpunkt war ich das auch. Ich hatte mich zwei Wochen vorher von meiner Freundin getrennt und wusste nicht wirklich wohin mit meinem Leben in dem Moment. Und wenn man sich meine Situation jetzt so anguckt, scheint sich auf den ersten Blick nicht viel geändert zu haben. Ich sitze immer noch im gleichen Zimmer vor meinem PC und schreibe an einem Blogeintrag über meine Gefühle. Aber was ich betonen will, sind die kleinen Entwicklungen, die sich erst auf den zweiten Blick und vielleicht auch nur mir offenbaren.
2015 war ein gemischtes Jahr für mich. Es hat sehr schlecht angefangen und wechselte dann immer zwischen guten und weniger guten Momenten hin und her, wie das im Leben so ist. Mitgenommen habe ich vor allem eine Menge großartiger Konzerte (plus ein wundervolles Chiemsee Summer Festival), meine Unfähigkeit Dating-Apps gewinnbringend zu benutzen, und die Vertiefung von Freundschaften. Gerade der letzte Punkt war mir im letzten Jahr am Wichtigsten. Sie waren für mich da, wenn ich mich einsam gefühlt habe oder Hilfe brauchte und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich gar nicht genug zurückgebe, aber dann fällt mir ein, dass ich hoffentlich noch viele, viele Jahre Zeit habe, um alles zurückzuzahlen.
Meine Einstellungen zu vielen Dingen hat sich, wie ich hoffe, zum Guten gewendet, besonders, wenn es um Dinge wie Genderkonventionen, soziale Fragen und sowas geht. Ich bin noch nicht da, wo ich sein will, aber vieles davon braucht auch Zeit. Vor allem, wenn man Dinge ent- und neulernen muss.
Vom neuen Jahr erhoffe ich mir mehr mentale Ruhe - das Gewusel in meinem Kopf hat die letzten Monate häufiger meinen Schlaf gestört.
Ich habe aber auch bereits einige Dinge für dieses Jahr geplant, die mir zumindest kurzfristige Zufriedenheit verschaffen werden. Oder, im Fall meines Studienfortschritts, auch längerfristige Freude.
Was diesen Blog anbelangt... Ich habe im letzten Jahr angefangen etwas öfter als früher in mein Tagebuch zu schreiben, was mir bereits einiges an Initiative nimmt, aber ich werde versuchen, noch wenigstens einen zweiten Eintrag hier zu veröffentlichen, bevor der Dezember rum ist (es wird schwer).
Posts mit dem Label Night werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Night werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 31. Januar 2016
Sonntag, 1. Februar 2015
Late Night Thoughts
Gefühle in Worte zu fassen war wahrscheinlich schon immer das Schwerste, was die menschliche Sprache zu erreichen versucht hat.
Bei einem einzigen starken Gefühl ist es noch relativ simpel die Auswirkungen auf den Menschen und seine Stimmung zu beschreiben. Aber je mehr Emotionen man gleichzeitig empfindet, desto unklarer wird die ganze Geschichte. Dann bleibt einem meist nur noch ein uneindeutiges Mischmasch von Gefühlen zu beschreiben. Oder einfach gar nichts zu sagen.
Als Möchtegern-Autor, wie ich einer bin, geht das natürlich nicht. Da muss man immer irgendwas kommentieren. Egal ob man sich wegen der Empfindungen seines Charakters sicher ist oder nicht.
In diesem Fall nehme ich ausnahmsweise die Rolle des Beschriebenen ein und ich würde furchtbar gern lesen, was ein kosmischer Schreiber über mein momentanes Befinden zu sagen hätte. Eventuell würde das ein bisschen Klarheit in meine momentane Situation bringen. Vielleicht könnte jener allwissende Schriftsteller seiner Hauptfigur auch einen kryptischen Hinweis geben, wie man denn jetzt am besten verfahren sollte.
Wenn nämlich zu Gefühlswirrwarr noch das Chaos der Klausurenzeit und der Stress der Hausarbeiten kommt, man einen halben Umzug mitmachen muss und die Badezimmerwand einen riesigen Wasserfleck hat (jetzt auch mit 50% mehr Schimmel), dann möchte man eigentlich nur noch im Bett bleiben. Oder am PC sitzen. Da ist die Welt noch in Ordnung. Wenn man die Augen vor Sachen wie GamerGate und Pegida verschließen möchte und kann. Vielleicht dann doch lieber im Bett bleiben.
Eine andere Lösung hab ich dann gerade nämlich auch nicht.
Gute Nacht.
Bei einem einzigen starken Gefühl ist es noch relativ simpel die Auswirkungen auf den Menschen und seine Stimmung zu beschreiben. Aber je mehr Emotionen man gleichzeitig empfindet, desto unklarer wird die ganze Geschichte. Dann bleibt einem meist nur noch ein uneindeutiges Mischmasch von Gefühlen zu beschreiben. Oder einfach gar nichts zu sagen.
Als Möchtegern-Autor, wie ich einer bin, geht das natürlich nicht. Da muss man immer irgendwas kommentieren. Egal ob man sich wegen der Empfindungen seines Charakters sicher ist oder nicht.
In diesem Fall nehme ich ausnahmsweise die Rolle des Beschriebenen ein und ich würde furchtbar gern lesen, was ein kosmischer Schreiber über mein momentanes Befinden zu sagen hätte. Eventuell würde das ein bisschen Klarheit in meine momentane Situation bringen. Vielleicht könnte jener allwissende Schriftsteller seiner Hauptfigur auch einen kryptischen Hinweis geben, wie man denn jetzt am besten verfahren sollte.
Wenn nämlich zu Gefühlswirrwarr noch das Chaos der Klausurenzeit und der Stress der Hausarbeiten kommt, man einen halben Umzug mitmachen muss und die Badezimmerwand einen riesigen Wasserfleck hat (jetzt auch mit 50% mehr Schimmel), dann möchte man eigentlich nur noch im Bett bleiben. Oder am PC sitzen. Da ist die Welt noch in Ordnung. Wenn man die Augen vor Sachen wie GamerGate und Pegida verschließen möchte und kann. Vielleicht dann doch lieber im Bett bleiben.
Eine andere Lösung hab ich dann gerade nämlich auch nicht.
Gute Nacht.
Abonnieren
Posts (Atom)