Gerade chillt man noch gemütlich in seinem Zimmer, neben sich einen großen Stapel Schulsachen voller ungemachter Hausaufgaben und auf einmal tauscht man das gemütliche Heim bei den Eltern gegen eine kleine Wohnung in einer Großstadt.
Fragt mich jetzt bloß nicht warum. Die Tatsache, dass ich hier meine Wäsche selber waschen muss, wäre normalerweise schon genug, um mich für den Rest meines Lebens wieder in das bezahlte Reihenhaus meines Vaters zu treiben. Trotzdem sitze ich jetzt seit Anfang September hier in Köln in einer Einraumwohnung nahe der Uni und studiere Geschichte und Philosophie, in der Hoffnung, mal nicht als Langzeitarbeitsloser zu enden.
Aber: Ich wohne ja nicht alleine. Also schon, wenn man das "alleine" als ohne Eltern definiert, aber ansonsten habe ich dann meine Freundin an meiner Seite.
Erstaunlicherweise klappt das auch ganz gut, ich bin wohl etwas selbstständiger als ich dachte und wir haben uns noch nicht das Geschirr um die Ohren geworfen, weil jemand nicht abgespült hat. Aber das mach ja eh immer ich. Manchmal sogar freiwillig.
Was die Universität angeht, muss ich sagen, dass mir die Schule doch irgendwie lieber war. Oder habe ich als Teenager einfach besser Freundschaften geschlossen? (Kann irgendwie nicht sein, wenn ich mich so an mein damaliges Ich zurück erinnere.) Alles ist so hektisch, man kennt nicht mal die Namen von den Leuten, neben denen man sitzt. Wobei die Sitzordnung sowieso in den meisten Veranstaltungen von Woche zu Woche wechselt.
Übersieht man allerdings mal die mit über 300 Menschen vollgestopften Hörsäale, habe ich es doch tatsächlich schon geschafft mir in den Seminaren feste Sitzplätze/Sitznachbarn zu sichern. Wu - fucking - huu.
Von manchen kenn ich sogar schon die Namen. Da ich alle Veranstaltungen der Einführungswoche geschwänzt habe, ist es vermutlich kein Wunder, dass ich etwas länger brauche.
Aber mal sehen. Bald (sprich: am 12.12.) habe ich ein Tutoriumstreffen. Sehr geil. Mit Trinken gehen und so. Mal schauen was daraus wird.
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